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Sonntag, 3. Januar 2010

RÜCKBLICK

Entgegen meinen Vorstellungen musste ich meinen Silvesterabend teilen:

Dass ich es als Frechheit empfinde, wenn meine persönlichen Wünsche einfach übergangen werden, brauche ich eigentlich hier nicht zu erwähnen.
Ich tue es aber, weil ich es noch immer nicht fassen kann, wie wenig der Wunsch nach Einsamkeit von meinen Liebsten ernst genommen wird!

Schau:

Gespräch unter Freunden:
"Hast Du morgen abend schon was vor?"
"Ja."
"Was denn?"
"Ich bleibe zuhause und schaue TV, lese mein neues Buch und koch mir was schönes."
"Achso, na da kannst Du ja auch mit zu uns kommen, wenn Du nichts machst."

Häääääääääääääääää? Wie konkret muss man seine Vorstellung von einem gemütlichen Silvesterabend, mit der einzigen Person die ich derzeit ertragen kann, beschreiben, damit man ernst genommen wird?

Weitere drei telefonische Absagen für hochgelobte Riesensilvesterkracherfeten später, tippte ich eine sms für die letzte offene Anfrage nach meiner Gesellschaft mit flinken Fingern in mein Handy:

"Baby, ich möchte nicht, dass Du mich heute noch besuchst. Ich sehe total verpickelt aus, habe Herpes bis zur Nase, fühle mich schlapp vom Arbeiten und möchte heut gern allein sein. Treffen wir uns Samstag?"
Eine perfekte SMS für den sich angekündigten jungen Mann, der seit über einem Monat versucht mein Herz zu erobern.

Zufrieden läutete ich das erste Silvester meines Lebens in friedvoller, selbstgewählter Einsamkeit ein.

Eine halbe Stunde später stand fest: Ich bekomme Besuch, ob ich will oder nicht.

Na dann: Guten Rutsch...

1 Kommentar:

  1. tja... männer. theoretisch könnte man auch mit dem ganzen dach draufhau'n statt nur mit der dachlatte zu winken - würde trotzdem nichts bringen.

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