weniger Männer, weniger Rausch und Januar+Februar NUR Studium hat ja wieder mal hervorragend geklappt.
Und dabei ist erst der 3. Januar!!!
Statt den Silvesterabend also in gemütlicher Melancholie mit:
- einem knusprigen Winterhühnchen
- dazu Rotkohl & Knödel
- zwei Bechern Häagen Dasz
- Weihnachtsplätzchen
- Milka-Schokolade
- Flips
- einer einzigen Flasche Prosecco wahlweise der Möglichkeit sich je nach Bedarf/Durst
- Campari-Orange zu mixen und
MIR ALLEIN
auf meiner kuscheligen Couch zu verbringen, spielte sich folgendes ab:
Nach hektischen letzten Wohnungs(auf)räumungsversuchen, einem ausgiebigen Dusch-Peeling-Rasier-Haarewasch- und Schminkmarathon schlüpfte ich in halterlose Strümpfe, mein schwarz-rotes Spitzenkorsagenset und Highheels, deren Intention ziemlich eindeutig rüberkommt:
Kerzen, gedimmtes Licht, Gotan Project - Época: un tango diferente als musikalische Hintergrunduntermalung = ein klassisches Szenario.
Ich kam mir vor wie ne Edelnutte. Was für ein Gefühl.
Der Abend verlief wie er verlaufen musste:
Unmengen Sekt, Wein, Bier (was Alkohol betrifft bin ich wenig stilsicher) und dazu ein Mann, der die letzten vier Jahre im Knast verbracht hatte und demnach ungeheuer abenteuerlustig agierte.
Ich tauschte also meine Einsamkeit
- die meinen guten Vorsätzen extrem entsprochen hätte -
gegen einen Abend a la SEX, DRUGS & ROCK´N`ROLL.
Und nicht das es bei diesem Abend geblieben ist:
Erst heute Mittag Punkt 11, verließ der junge Mann mein Refugium.
Zurück blieben: eine verwüstete, verrauchte Wohnung und ein ordentlich durchgenommes, verwirrtes Mädchen.
Während ich mich den kompletten Jahresrest 2009 erfolgreich gegen jede emotionale Verwirrung ihn betreffend gewehrt hatte, spürte ich Abschiedsschmerz. (Vielleicht lag es auch an der eintretenden Ernüchterung)
Aber ich muss zugeben, bereits gestern flüsterte ich ihm komplett verschwitzt, halb besoffen und mit weit aufgerissenen Augen nach der x-ten Vögelei ein "Ich glaube, ich habe mich doch in Dich verliebt!" ins Ohr. (Allerdings hatte ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er dies nicht wahr genommen hat, da ich es augenblicklich (naja, etwas später erst) bereute, da es sich in meinen Augen um einen dieser Sätze handelte, die man wirklich nur bei schwachem Bewustsein von sich gibt! - Diese Hoffnung zerschlug sich übrigens bei Kaffee und Kippe am Frühstückstisch.)
Nun gut.
Ich schätze, um es mit Friedrich Schillers Worten auszudrücken:
Ich habe getan, was ich nicht lassen konnte.
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Genau. Und hoffentlich hattest du ganz viel und unbereuten Spaß. Aber. Zeigefinger! Sei vorsichtig mit den Knasties, habe da schon unschönes erlebt ( nicht selbst) aber erfahren. Herzlichst shoushou
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